Gepostet am 22. Oktober 2011 · Gepostet in japanische Übersetzungen

Sind Sie mit Ihrem Unternehmen mit Japan verknüpft? Mittlerweile unterhalten viele Firmen Beziehungen zu japanischen Unternehmen, oder haben sich dort mit einer Zweigniederlassung dem Markt geöffnet. Sind in diesen Tochterfirmen nur Japaner angestellt, dürfte es aus kultureller Hinsicht zumindest am Japan-Standort selber keine Probleme geben in der täglichen Abwicklung des Geschäftes. Die Korrespondenz und etwaige Meetings zwischen Ihnen und Ihren japanischen Kollegen lassen Sie sicherlich von einem Übersetzerbüro, das die Sprachkombination Japanisch-Deutsch anbietet, erledigen und somit stellt auch die Sprachbarriere nur eine geringe dar. Des weiteren haben Sie in einem solchen Übersetzerbüro die Möglichkeit, Ihre Japanisch-Sprachkenntnisse selbst zu erweitern.

Sollten Sie einmal persönlich nach Japan fliegen, um ihren dortigen Geschäftspartner zu treffen, gilt es ein paar Regeln zu beachten. Die Japaner verfügen über eine spezifische Vorstellung von menschlichen Beziehungen. Ist bereits eine gute Beziehung etabliert, muss diese gepflegt und gepäppelt werden. Diese Beziehungspflege erscheint dann in einer recht konventionalistischen Art und Weise. Es ist so etwa üblich Geschenke auszutauschen, zum Neujahr, Sommer- und Winter. Hat sich eine Gruppe erst einmal etabliert, dann ist es sehr üblich, sich in recht affektiven Treffen zusammen zu finden: Japaner treffen sich etwa nach Dienstschluss in einem Lokal, um gemeinsam zu speisen und dem Karaoke-Gesang zu frönen. Solche Treffen haben aufgrund des hohen Zugehörigkeitsgefühls einen verpflichtenden Charakter für Japaner. Der persönliche Geburtstag jedoch spiele keine Rolle, er wird nicht groß in der Gruppe gefeiert. In japanischen Unternehmen gibt es für die formalisierte Beziehungspflege sogar eine Abteilung „Soumu“ (General Administration). Sie ist zum einen zuständig für den Geschenkaustausch, aber sie organisiert auch Todesfeiern für ranghöhere Persönlichkeiten (Shasou). Dies dient symbolisch der Bildung von Identität und demonstriert zugleich die guten Beziehungen.

Um gute Beziehungen aufrecht zu erhalten, werden Konflikte nicht angesprochen. Emotionskontrolle und Rücksichtnahme sind zentrale Elemente in der Erziehung japanischer Kinder. In der sprachlichen Kommunikation gelten das Erraten der Absicht (Sasshi) und das Sich-Zurückhalten (Enryo) als verpflichtende Regeln, um direkte, negative Aussagen zu vermeiden.