Gepostet am 14. September 2014 · Gepostet in japanische Übersetzungen

Japanisch zu erlernen stellt viele Europäer vor eine große Herausforderung. Die Schriftzeichen unterscheiden sich völlig von denen europäischer Kulturen und auch die Phonetik will sich nur schwer ins Ohr des Europäers setzen. Japanisch steht auf der Liste der weltweit am häufigsten gesprochenen Sprachen auf Platz neun. Auch aus diesem Grund bieten viele Übersetzerbüros Japanisch-Übersetzungen an. Auch Japanisch-Dolmetscher sind gefragte Mitarbeiter.

Das Sprachverhalten von Deutschen und Japanern unterscheidet sich sehr stark. Grund sind kulturelle Normen, die in der Gesellschaft verankert sind. In Deutschland ist es zum Beispiel normal, dass man „viel“ redet, schon im Kindesalter plappern die Kleinen munter vor sich hin. Für einen Japaner entsteht hier der Eindruck, dass es eine geschätzte Eigenschaft von Deutschen sei, viel zu reden, die Meinung kund zu tun, egal in welcher sozialen Position die Person sich befindet. Ein japanischer Mitarbeiter ist es zum Beispiel nicht gewöhnt, dass sein Chef viel redet und seine Meinung kundtut. Ein Japaner denkt, dass Deutsche sich in der Öffentlichkeit behaupten müssen, auch werden Dinge geäußert, die man sowieso schon weiß und somit wären derartige Aussage eigentlich überflüssig. Der Japaner könnte dann – bei Kontakt mit Deutschen- denken, dass er bei den Deutschen schlecht ankommt, weil er eher schweigsam ist. Es könnte der Eindruck entstehen, dass der Japaner leistungsunfähig sei. Für den Japaner deuten die ausgeprägten Meinungsäußerungen der Deutschen darauf hin, dass sie auf diese Art und Weise ihr Gesicht wahren und sich egoistisch selbst behaupten. Der Deutsche denkt wiederum, dass der Japaner nicht dazu in der Lage ist, an öffentlichen Diskussionen teilzunehmen. Solch eine Fähigkeit wird aber in Deutschland erwartet. Von einem guten Mitarbeiter verlangt man, dass er sich an Problem-Diskussionen beteiligt und so zur Findung einer Lösung beiträgt. Dies trägt auch sehr zur Leistungsevaluation eines Mitarbeiters bei. Bringt er sich oft ein und findet gute Ideen, so wird er womöglich mit einer Prämie belohnt. Am Arbeitsplatz muss also eine Kommunikations- und Existenzbasis geschaffen werden. Äußert sich eine Person nur selten, wird ihr ein kleines Selbstbewusstsein zugeschrieben. Im privaten Bereich sind Japaner durchaus sehr gesprächig, in offiziellen oder halboffiziellen Situationen schweigt der Japaner aber lieber, was dann zum Konflikt zwischen japanischen und deutschen Arbeitskollegen oder Geschäftspartnern führt.

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